Willkommen in der Tierärztlichen GmbH Hagenow
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Juckreiz - ein unangenehmes und ernstes Problem

 

Ständiges Kratzen und Scheuern –eindeutige Anzeichen für Juckreiz- nervt nicht nur den vierbeinigen Freund. Meist leiden auch Patientenbesitzer stark unter der Unruhe ihres Haustieres, so dass Juckreiz einer der häufigeren Vorstellungsgründe in der Tierarztpraxis ist.

 

Ursachen

Dabei handelt es sich bei dieser Missempfindung nicht um eine Erkrankung selbst. Im Gegenteil, Juckreiz ist lediglich ein Symptom für eine große Bandbreite an Ursachen. Zu den wahrscheinlichsten zählen Parasiten (Flöhe, Milben, Haarlinge), die in oder auf der Haut leben. Daneben verursachen unter bestimmten Bedingungen auch Pilze und Bakterien Infektionen der Haut, die mit Juckreiz einhergehen. Letztere besiedeln auch gerne Wunden, die durch das Kratzen aus anderen Gründen entstanden sind. Man spricht dann von einer sog. Sekundärinfektion.

Abb. 1: Hefepilze unter dem Lichtmikroskop. In geringer Anzahl (Bild links) gehören sie zur normalen Hautflora.

Vermehren sie sich zu stark, verursachen sie Hautprobleme und Juckreiz

 

Zu den weniger häufigen nicht infektiösen Erkrankungen, die mit Juckreiz verbunden sind gehören Allergien gegen Futterbestandteile, Umweltreize (Pollen, bestimmte Materialien der Liegefläche) oder Flohspeichel. Kommt das Immunsystem des Tieres zum ersten Mal mit diesen an sich harmlosen Stoffen in Kontakt, stuft es sie bei einigen Tieren als „gefährlich“ ein und merkt sie sich. Erst bei erneutem Kontakt kommt es dann zu einer allergischen Reaktion, bei der das Abwehrsystem zu stark reagiert.

Daneben existieren weitere erworbene und vererbte Erkrankungen des Immunsystems und des Stoffwechsels, die zu Juckreiz führen.

Bei einigen Tieren gibt es für das ständige Kratzen jedoch auch psychische Gründe. Zu wenig Beschäftigung oder großer Stress gehören dazu.

Wie genau die Empfindung „mich juckt es“ dann entsteht, ist von der Wissenschaft noch nicht vollständig verstanden. Die Folgen sind jedoch bekannt: Durch das Kratzen und Scheuern entstehen kleine mechanische Schäden in der Haut. Der Körper versucht diese zu reparieren und reagiert mit einer Entzündung. Manchmal kann es dann zu Sekundärinfektionen kommen (siehe oben), die die Hautschäden verschlimmern. Das wiederum ist dem Tier unangenehm und verstärkt den Juckreiz - unsere Vierbeiner können dann gar nicht anders und kratzen fleißig weiter. Ein Teufelskreis.

 

 

 

Woran erkennen Sie, dass ihr Tier unter Juckreiz leidet?

- es kratzt sich wesentlich häufiger als sonst

- es scheuert bestimmte Körperpartien an Gegenständen, Wänden, dem Boden

- es beißt sich und knabbert viel an bestimmten Körperteilen (z.B. Pfoten, Schwanzansatz)

- häufiges Kopfschütteln weist auf Entzündungen der Ohren hin

 

Was ist zu tun?

Stellen sie ihr Haustier in der tierärztlichen Sprechstunde vor, damit der erwähnte Teufelskreis rasch unterbrochen werden kann. Möglichst genaue Angaben zu folgenden Fragen erleichtern die Diagnostik und ermöglichen eine gezielte und erfolgreiche Therapie:

  • Seit wann treten die Symptome auf?
  • Sind nur bestimmte Körperpartien wie z. B. Pfoten oder Bauch betroffen?
  • Wo traten zuerst Veränderungen der Haut auf? Wie sahen diese aus, haben sie sich verändert?
  • In welchen Situationen/an welchen Orten/zu welcher Tages- oder Jahreszeit tritt der Juckreiz verstärkt auf?
  • Leben andere Tiere im Haushalt? Wenn ja, werden die beschriebenen Symptome auch bei diesen beobachtet?
  • Beobachten Sie an sich selbst Veränderungen der Haut?
  • Ist der Hund wegen dieser Beschwerden bei einem anderen Tierarzt vorbehandelt? Wenn ja womit und wie lange? Wurden die Beschwerden unter den Medikamenten besser?
  • Führen die regelmäßig eine Flohprophylaxe durch? Wie häufig? Mit welchem Präparat?

 

Diagnostik

Mit Hilfe dieser Informationen kann ihr Tierarzt über das weitere Vorgehen entscheiden. Mitunter reicht es, mit einem speziellen Kamm durch das Fell zu gehen um einen Flohbefall zu diagnostizieren. Manchmal ist zum Ausschluss infektiöser Ursachen die Anfertigung eines Hautgeschabsels notwendig. Dabei werden die oberen oder auch tiefen Hornschichten der Haut mit einem Skalpell abgeschabt. Das gewonnene Material kann nun unter dem Lichtmikroskop auf verschiedene Milbenarten, Pilzbefall oder das Vorhandensein von Bakterien untersucht werden. Zum Teil ist es notwendig die Hornschuppen und Haare auf spezielle Nährböden aufzubringen um ein Pilzwachstum nachzuweisen oder bestimmte bakterielle Erreger zu finden.

Eine Biopsie der Haut, bei der Gewebe aller Hautschichten entnommen wird, hilft bei der Diagnose seltenerer Erkrankungen. Auch eine Blutprobe zum Ausschluss anderer stoffwechselbedingter Krankheiten kann aufschlussreich sein. Zum Nachweis einer Allergie stehen Hauttests und Bluttests zur Verfügung. Vermutet man eine Allergie gegen Futterbestandteile müssen diese durch eine Ausschlussdiät ermittelt werden. Über mehrere Wochen wird ein Spezialfutter mit einer besonderen Eiweißzusammensetzung gegeben. Dieses wird dann langsam mit bereits bekannten Futterbestandteilen ergänzt bis zur erneuten allergischen Reaktion des Tieres. Dieser Weg erfordert von den Patientenbesitzern viel Mühe und Geduld.

Hat ihr Haustier Probleme mit den Ohren, ist vor allem eine eingehende Untersuchung dieser erforderlich. So kann ihr Tierarzt sehen, welche Anteile des Ohres betroffen sind. Die empfindlichen inneren Anteile des Ohres wie z. B. der Hörnerv werden durch das Trommelfell von den äußeren getrennt. Bei einem Defekt des Trommelfells liegen diese frei. Ohne eingehende Untersuchung des äußeren Gehörganges und des Trommelfells kann man eine Beteiligung des Mittelohres nicht ausschließen. Dies ist jedoch essentiell für die Auswahl der Medikamente zur Behandlung einer Ohrentzündung, da bestimmte Wirkstoffe zwar im äußeren Gehörgang eingesetzt werden können, im Mittelohr jedoch zu Gehörschäden führen können.

 

Abb. 2: links Entzündungszellen (große, runde Zellen) und Bakterien (kleine, kaum wahrnehmbare Pünktchen) unter dem Mikroskop.

Demodexmilbe. Diese Milbenart lebt in den Haarfollikeln von Hund und Katze und kann zu exzessivem Juckreiz führen, wenn sie sich über die Maßen vermehrt.

Therapie

Nach einer gestellten Diagnose ist eine gezielte Therapie der Ursache wichtig. Denn bekämpft man nur den Juckreiz als Symptom, kehrt er womöglich nach kurzer Zeit zurück.

Zur Bekämpfung der infektiösen Ursachen stehen spezielle Medikamente gegen die verschiedenen Erreger zur Verfügung. Damit diese vollständig abgetötet werden, sollten diese genau nach den Anweisungen gegeben werden. Bei Unsicherheiten wenden sie sich einfach an ihren Tierarzt. Bei Allergien steht die Vermeidung des Kontaktes zum verursachenden Allergen im Mittelpunkt. Im Falle einer Futtermittelallergie wird die Fütterung umgestellt, bei anderen Ursachen muss ein individueller Masterplan je nach Allergen und häuslicher Situation erstellt werden. Mitunter sind auch hier Medikamente hilfreich.

Entstandene Wunden müssen versorgt werden, die Entzündung wird mit entsprechenden Medikamenten bekämpft. Um weitere Hautschäden zu vermeiden können das Tragen eines Halskragens, Verbände oder ein übergezogenes T-Shirt hilfreich sein. Bei einem Befall mit Parasiten, die z.T. auch in der Umgebung des Tieres leben, ist eine Behandlung dieser mit entsprechenden Mitteln sinnvoll. Bei schwerwiegenden Erkrankungen der Ohren muss meist zunächst eine Ohrspülung erfolgen, im Extremfall das Ohr chirurgisch versorgt werden.

Was für ihr Tier das richtige und sinnvoll ist, entscheidet Ihr Tierarzt mit Ihnen zusammen.

Wann sollten Hunde-und Katzenwelpen geimpft werden?

Hunde -und Katzenwelpen (ohne besondere Vorbelastung) sollten nach vollendeter 8. Lebenswoche das erste Mal geimpft werden. Die 2. Impfung erfolgt dann mit der 12. Lebenswoche, die 3. Impfung in der 16. Woche.

Erst 2 Wochen nach der letzten Impfung hat Ihr Welpe einen ausreichenden Schutz vor den Infektionskrankheiten.

 

In den letzten Jahren ist an der Impfung für Kleintiere einiges an Verbesserungen durchgeführt worden. So muß zwar noch jedes Jahr, dann aber nicht mehr gegen alle Krankheiten geimpft werden. 

 

Die aktuelle Leitlinie zur Impfung von Kleintieren können Sie hier einsehen.

Wann sollten Hunde-und Katzenwelpen entwurmt werden?

Bereits 2 Wochen nach der Geburt sollten alle Welpen das erste Mal entwurmt werden. Danach ist eine Entwurmung in 2-wöchigem Abstand sinnvoll bis die Welpen 3 Monate alt sind. Mit 3 Monaten wird eine Entwurmung in 4-wöchigem Abstand empfohlen bis zu einem Alter von 6 Monaten.

Wie oft sollte ein Hund geimpft und entwurmt werden?

Jeder Hund muss einmal jährlich eine Auffrischungsimpfung erhalten, damit der Infektionsschutz erhalten bleibt. Vorher wird durch eine Allgemeine Untersuchung die "Impffähigkeit" ermittelt, also festgestellt, ob Ihr Tier gesund ist.

 

Wir bieten Ihnen sowohl die 6-fach Komplettimpfung an als auch die Mehrkomponentenimpfung-maßgeschneidert nach den Bedürfnissen Ihres Tieres!

 

Die Häufigkeit der Entwurmung hängt von der jeweiligen "Verwendung" (Jagdhund, Familienmitglied etc.) des Hundes ab und welche Personen im Haushalt leben. Nach Empfehlung der ESCCAP sollte ein Hund 4-mal im Jahr entwurmt werden.

Wenn Sie wissen möchten, ob ihr Hund unter Wurmbefall leidet, kann eine mikroskopische Kotuntersuchung durchgeführt werden.

Wie oft sollte eine Katze geimpft und entwurmt werden?

Ob reine Wohnungskatze oder Freigänger, alle Katzen sollten einmal jährlich geimpft werden.

Eine Entwurmung sollte auch hier 4-mal jährlich erfolgen, bei besonders aktiven Jägern auch häufiger.

Bitte entwurmen Sie Ihre Katze sofort nach einem erfolgreich behandeltem Flohbefall gegen Bandwürmer!

Floh-und Zeckenmittel hochwirksam bei richtiger Anwendung

Nach neuesten Untersuchungen gibt es keine Resistenzen von Flohmitteln mit dem Wirkstoff Fipronil (Effipro).

Die richtige Anwendung ist alles!

Worauf Sie achten sollten:

  1. Die Wahl der richtigen Pipettengröße ist abhängig vom Gewicht des Tieres
  2. Die Anwendung erfolgt zwischen den Schulterblättern auf der Haut durch Scheiteln des Fells
  3. Die Behandlungsdauer muss eingehalten werden, also Anwendung wiederholen
  4. 48 Stunden vor und nach dem Auftragen darf nicht gebadet werden
  5. Das Abtöten der Flöhe erfolgt nach 24 Stunden, bei Zecken nach 48 Stunden
  6. Wirkdauer: Hunde 8 Wochen gegen Flöhe und 4 Wochen gegen Zecken, Katzen: 4 Wochen gegen Flöhe und 2 Wochen gegen Zecken
  7. Andere Haustiere müssen auch behandelt werden

(Quelle: Jöhnssen,Tierärztliche Praxis Kleintiere 3/2011)



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Freitag

8-12 und 15-19 Uhr

 

 

 

Bitte vereinbaren Sie einen Termin, auch bei kurzfristigen Besuchen.

 

So ist es uns möglich, besser zu planen und Ihnen bleibt Wartezeit in der Praxis erspart.

 

 

Die Notdienstnummer erfahren Sie auf

der Ansage unseres Anrufbeantworters.

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